WIR SUCHEN WIEDER DIE INNOVATIVSTEN KULTURPROJEKTE!

4. Open Call der Kärntner Kulturstiftung

Die Kärntner Kulturstiftung startet 2026 mit einer österreichweiten offenen Ausschreibung – dotiert mit 200.000 Euro – und sucht herausragende Projekte aus Kunst und Kultur zum Überthema: PERIPHERIEN IM WANDEL

Sie versteht sich als unabhängige, gemeinnützige und nachhaltige Organisation, die biennal Projekte auf Basis einer offenen Ausschreibung fördert. Ihr besonderes Anliegen ist es, Impulse zu setzen und herausragende Projektideen zusätzlich bzw. unabhängig von der öffentlichen Hand zu ermöglichen.

Bereits zum vierten Mal veröffentlicht die Kärntner Kulturstiftung einen Open Call um  – von Kärnten ausgehend  – kulturelle Potentiale zu fördern und national und international besser sichtbar zu machen. Die neue Ausschreibung hofft auf Einreichungen von innovativen Kulturideen, die in einem zweistufigen Verfahren als Siegerprojekte juriert und mit einer Fördersumme von insgesamt 200.000 EUR unterstützt werden.

 

Foto: Johannes Puch | Carinthischer Sommer 2025

ZUM THEMA PERIPHERIEN IM WANDEL

Wandel ist Lebendigkeit, Veränderung die Grundlage alles Seins. Zurzeit erschüttern komplexe gesellschaftliche Krisen, ökologische Veränderungen und die Infragestellung und Aushöhlung demokratischer Errungenschaften, Werte und Prozesse unser Vertrauen in eine gute, chancenreiche Zukunft. Und mit Recht fordern junge Generationen immer vehementer die solidarische Sicherung lebensnotwendiger Ressourcen und angemessener Entwicklungsmöglichkeiten als Grundlage für ein ausreichend gutes, friedliches und erfülltes Zusammenleben. Der gemeinsame Einsatz dafür ist ein generationenübergreifender Auftrag.

Eine wichtige Voraussetzung für Zuversicht und die Mobilisierung individueller und kollektiver Kräfte ist die Zugänglichkeit und Erschließbarkeit entsprechender Entwicklungsräume. Sie müssen in urbanen wie ländlichen Gebieten gleichermaßen besichert und auch neu geschaffen werden. Spaltende Handlungen und Haltungen, Abgrenzung und die Vertiefung von Gegensätzen wie z. B. zwischen „Zentrum“ und „Peripherie“ sind dafür kein probates Mittel. Sie verstärken vielmehr soziale Verarmung, fördern das ökonomische Ungleichgewicht und die Erosion des Gemeinschaftsgefühls.

Dagegen eröffnet ein kontinuierlicher Strukturwandel längst neue, gegenläufige Perspektiven: Die sogenannte „Peripherie“ wird wiederentdeckt. Digitale Vernetzung und kreative Netzwerke lassen eine neue Mobilität zu und machen es möglich, Arbeit – und so auch kulturelle Arbeit – außerhalb urbaner Zentren zu verankern. Der ländliche Raum ist nicht nur persönlicher Rückzugsort, sondern wird zum Labor für Zukunftsmodelle – abseits der urbanen Verdichtung und jenseits überkommener Klischees. Das „Weggehen“ und „Zurückkommen“ ist schließlich Teil vielfältiger Lebensentwürfe, die Stadt und Land – „Zentrum“ und „Peripherie“ – miteinander verbinden. Mobilität kann so auch als zirkuläre Bewegung gedacht werden – als Pendeln zwischen Räumen, Erfahrungen und Identitäten, die sich gegenseitig bereichern.

TEILNAHMEBEDINGUNGEN

Die offene Ausschreibung richtet sich an Kunst- und Kulturschaffende, an Kunst- und Kulturvermittler*innen, Einzelpersonen, Kulturvereine, Arbeitsgemeinschaften, Künstler*innen, kollektive und andere Kulturorganisationen aus allen Kunstsparten, die ihren Sitz in Österreich laut amtlichem Meldezettel haben.

Die Bandbreite der förderbaren Projekte erstreckt sich über jede Art von Kulturvorhaben in den Bereichen Musik, Literatur, darstellende und bildende Kunst, Tanz, Film und Neue Medien, Bau- und Volkskultur.

Die Förderungen werden zusätzlich zu und unabhängig von der öffentlichen Kulturförderung vergeben.

Für die Umsetzung der geförderten Projekte steht ein Zeitraum bis August 2028 zur Verfügung, der Hauptteil der Projektumsetzung muss im Gebiet des Bundeslandes Kärnten stattfinden.

GREMIEN

Stiftungsvorstand

  • Monika Kircher, ehemalige Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG und Aufsichtsrätin in verschiedensten Unternehmen
  • Ina Maria Lerchbaumer, Geschäftsführerin der Antonina Betriebs- und Verwaltungs-GmbH und nachgelagerter Gesellschaften
  • Gabriele Semmelrock-Werzer (Stiftungsvorständin), Präsidentin des Aufsichtsrates der Privatstiftung Kärntner Sparkasse und Präsidentin des Musikvereins Kärnten

Kuratorium

  • Barbara Putz-Plecko (Vorsitzende des Kuratoriums), ehemalige Vizerektorin der Universität für angewandte Kunst in Wien
  • Bruno Strobl, Komponist
  • Julia Schuster, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Privatstiftung der Künstler*innen Stadt Gmünd
  • Cvetka Lipuš, zweisprachige Literatin

VERFAHREN

Die Auswahl der Projekte erfolgt in einem zweistufigen Verfahren.

Das Kuratorium empfiehlt dem Stiftungsvorstand sechs bis acht Projekte. Nach einem geladenen Hearing bei dem die Bewerber*innen ihre Projekte vorstellen, findet die gemeinsame endgültige Auswahl der Siegerprojekte statt.

EINREICHSCHLUSS UND AUSSCHREIBUNGSUNTERLAGEN

Eingereicht werden kann ab sofort in digitaler Form unter

Einreichformular

Einreichschluss ist der 17. April 2026 um 23.59 Uhr

Anfragen zur Ausschreibung unter

office@kulturstiftung.at

+43 664 99284328

 

 

Ausschreibungstext     Beihilfenrichtlinien     FAQs

 Einreichformular PDF Übersicht

+43 664 99284328
office@kulturstiftung.at