Siegerprojekt IV. Open Call
RESONANZ DER GEZEITEN – Ein Kärntner HolzOval im Dialog mit der Welt
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Gemeinsamer Dialog über die ökologische, soziale und digitale Transformation Die Ausschreibung der Kärntner Kulturstiftung „Peripherien im Wandel“ hat bei Stefan Breuer und Sebastian Hicks das Bild der Gezeitenzone erzeugt: jene Zone zwischen Ebbe und Flut, in der die Natur am produktivsten ist. Die beiden Architekten und Forscher verstehen die Gezeitenzone vor allem im Kontext der multiplen Veränderungen unserer Zeit – ökologisch, sozial und als auch digital. Die aufsehenerregende mobile Bühne für ihr Projekt ist ein imposantes HolzOval, dessen umhüllender Paravent aus 108 Faltstühlen besteht – das CoForum. Es ist kein Bauwerk über den Wandel, sondern ein Instrument des Wandels. Nicht die Struktur ist das Projekt, sondern das, was durch sie ermöglicht wird. 108 Stühle sind 108 Plätze – eine Einladung an alle zum Zuhören, zum Empfinden, zum Teilhaben, zum Mitgestalten. Als Partner*innen haben sie internationale und regionale Künstler*innen und Forscher*innen eingeladen, um mit ihnen gemeinsam im HolzOval einen künstlerisch, wissenschaftlich und gesellschaftsrelevanten Dialog zu eröffnen. Sie machen damit erlebbar, was diese Gezeiten in Menschen, Orten und Kulturen bewegen. Über ein Jahr hinweg werden Interventionen, Gespräche und öffentliche Veranstaltungen, zum Beispiel beim Forum Antrophozän in Heiligenblut und an verschiedenen Orten in Kärnten mit internationalen und regionalen Beiträgen, stattfinden. Die Dialoge werden nicht nur verbal, sondern auch sinnlich durch Materialität und Klang beeindrucken und eine ganzheitliche Resonanz erzeugen. Den Schlussakkord bildet 2028 eine Veranstaltung im CoForum im Alpen Adria Raum. |
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Begründung der Jury „Das Projekt, eingereicht von »open form«, Stefan Breuer und Sebastian Hicks, das eine aus Holz geformte Raumstruktur und transformative Installation als sinnlichen Erfahrungs-, Begegnungs-, Handlungs- und Diskursraum anbietet, überzeugt sowohl durch seine ästhetische Präzision und künstlerische Qualität wie seine konzeptionelle Differenziertheit, die Vernetzung regionaler und internationaler Perspektiven sowie seine gesellschaftliche Aktualität und Relevanz. Mit dem diesem Projekt eingeschriebenen Verständnis gelebter Demokratie und dem Ziel, eine Zone des ‚permanenten Fließens‘, des kulturellen sowie gedanklichen Austauschens und Gestaltens vor einem weiten Horizont zu schaffen, transformiert es eine binäre Festschreibung von Peripherie und Zentrum und entspricht aus der Sicht des Kuratoriums im besten Sinne sowohl der Ausrichtung des aktuellen Calls wie den Förderrichtlinien der Kärntner Kulturstiftung.“
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